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<title>Pfarrkirche Nenzing</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Pfarrkirche Nenzing</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><div style="height:0; line-height:0; max-height:0; width:100%;"></div>


<p>Die <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">römisch-katholische</a> <b>Pfarrkirche Nenzing</b> steht in der Marktgemeinde <a href="Nenzing" title="Nenzing">Nenzing</a> im <a href="Walgau" title="Walgau">Walgau</a> in <a href="Vorarlberg" title="Vorarlberg">Vorarlberg</a>. Die dem heiligen <a href="Mauritius_(Heiliger)" title="Mauritius (Heiliger)">Mauritius</a> geweihte <a href="Pfarrkirche" title="Pfarrkirche">Pfarrkirche</a> gehört zum <a href="Liste_der_Pfarren_im_Dekanat_Walgau-Walsertal" title="Liste der Pfarren im Dekanat Walgau-Walsertal">Dekanat Walgau-Walsertal</a> in der <a href="Di%C3%B6zese_Feldkirch" title="Diözese Feldkirch">Diözese Feldkirch</a>. Die Kirche und der Friedhof stehen unter <a href="Denkmalschutz#Österreich" title="Denkmalschutz">Denkmalschutz</a> (<a href="Liste_der_denkmalgesch%C3%BCtzten_Objekte_in_Nenzing#Q21973907" title="Liste der denkmalgeschützten Objekte in Nenzing">Listeneintrag</a>).<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Eine Kirche wurde um 842 mit <i>in Nanzingas ecclesia</i> genannt. 948 wurde von <a href="Otto_I._(HRR)" title="Otto I. (HRR)">Otto I.</a> eine <a href="Eigenkirche" title="Eigenkirche">Eigenkirche</a> an den Bischof von Chur geschenkt. 1669 wurden <a href="Pfr%C3%BCnde" title="Pfründe">Frühmeßpfründe</a> gestiftet. Die heutige Kirche hat einen Turmunterbau um 1300, einen Chor um 1450, ein <a href="Langhaus_(Kirche)" title="Langhaus (Kirche)">Langhaus</a>, welches nach einem Brand 1633 1634 erweitert, 1637 geweiht und 1852 verlängert wurde. Restaurierungen waren 1900, 1955 und 1982/1983. Bei der Grabung 1982 wurde eine karolingische Anlage entdeckt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Architektur">Architektur</h2></div>
<p>Der Kirchenbau in der Mitte von Nenzing ist von einem Friedhof umgeben. Die Kirche hat ein <a href="Barock" title="Barock">barockes</a> Langhaus und einen gotischen <a href="Chor_(Architektur)" title="Chor (Architektur)">Chor</a> unter einem gemeinsamen Satteldach. Das Satteldach wurde über der Westfassade <a href="Walmdach" title="Walmdach">gewalmt</a>. Der Südturm trägt einen Giebelspitzhelm. Die nördlich am Chor angebaute zweigeschoßige <a href="Sakristei" title="Sakristei">Sakristei</a> hat ein Walmdach.
</p><p>Bei der Grabung 1982 wurde eine karolingische Kirchenanlage ergraben. Einer gestelzten Haupt<a href="Apsis" title="Apsis">apsis</a> ist nördlich eine kleinere Apsis angesetzt. Es wurde eine freistehende <a href="Mensa_(Altar)" title="Mensa (Altar)">Mensa</a> mit einer rückwärtigen Nische festgestellt. In der Hauptapsis waren sechs Stiftungsgräber. Die karolingische Anlage war mit einem frühgotischen Chor mit einem Siebenzwölftelschluss ummantelt und ist mit dem heutigen gotischen Chor mit einem <a href="F%C3%BCnfachtelschluss" title="Fünfachtelschluss">Fünfachtelschluss</a> ummantelt.
</p><p>Das Langhaus mit Spitzbogenfenstern hat in der Südwand unter eingekürzten Fenstern zwei Rechteckportale mit Vorzeichen auf zwei Säulen. Das Portal in der Nordwand hat ein Türrelief mit Symbolen der Vergänglichkeit mit Sense, Sanduhr und einer abgebrochenen Kerze. Die Westfassade hat vier Halbkreisfenster und ein Rechteckportal mit einem Vorzeichen auf zwei Säulen. Im Chorscheitel ist ein Kreisfenster. Der Südturm zeigt Rundbogenblendnischen, ein gerades Gesims und übereinanderliegende Flachbogenschallöffnungen. Die Nordseite des Turmes hat ein romanisches <a href="Klangarkade" title="Klangarkade">Schall-Loch</a>. Der Turm trägt einen Giebelspitzhelm aus 1852 und zeigt ein Fresko Mauritius und Agatha des Malers <a href="Albert_Rauch_(Maler)" title="Albert Rauch (Maler)">Albert Rauch</a> (1952).
</p><p>Das Kircheninnere zeigt ein <a href="Joch_(Architektur)" title="Joch (Architektur)">sechsjochiges</a> Langhaus mit einem Stichkappengewölbe auf Doppel<a href="Pilaster" title="Pilaster">pilastern</a> mit einem gemeinsamen Gesims mit Stuck<a href="Kapitell" title="Kapitell">kapitellen</a> und Stuck<a href="Kartusche_(Kunst)" title="Kartusche (Kunst)">kartuschen</a> auf halber Höhe und profilierten Stuckleistenrahmungen bei den Fenstern. Der eingezogene rundbogige Chorbogen zeigt stuckierte <a href="Rocaille" title="Rocaille">Rocaille</a>. Der eingezogene zweijochige Chor hat ein Netzrippengewölbe mit zwei runden <a href="Schlussstein" title="Schlussstein">Schlusssteinen</a> und auf Konsolen ruhenden Rippen. Die Westempore auf vier Säulen und einer geraden Brüstung erstreckt sich tief über drei Joche.
</p><p>Die Fresken im Langhaus, vorne Pfingstwunder, mittig Auferstehung Christi, rückwärts Anbetung der Hirten, malte der Maler Johann Matthias Jehly (1792). Der 1852 angebaute Langhausteil zeigt das Bild <a href="Mari%C3%A4_Himmelfahrt" class="mw-redirect" title="Mariä Himmelfahrt">Mariä Himmelfahrt</a> nach Tizian vom Maler <a href="Alfons_Luger" title="Alfons Luger">Alfons Luger</a> (1900). Es gibt weitere Malereien in Zwickelkartuschen. Die Glasmalerei im Chor aus dem 19. Jahrhundert zeigt links Josef und rechts Andreas.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausstattung">Ausstattung</h2></div>
<p>Den Hochaltar mit einem neugotischen Aufbau schuf Fidelis Rudhart 1907. Er zeigt das Altarbild Dreifaltigkeit und trägt die Figuren Johannes Evangelist und Wendelin, Anna und Katharina und im oberen Abschluss <a href="Mauritius_(Heiliger)" title="Mauritius (Heiliger)">Mauritius</a>. Seitliche Reliefs zeigen Kommunion des Johannes und <a href="Manna" title="Manna">Mannaregen</a>. Der <a href="Tabernakel" title="Tabernakel">Tabernakel</a> trägt zwei Engel. Die Reliefs am <a href="Antependium" title="Antependium">Antependium</a> zeigen die Opferung des Isaak und das Opfer des Melchisedech und mittig die Eherne Schlange. Die ehemalige Hochaltarfiguren Peter und Paul an den Seiten des Chorbogens und Nikolaus und Luzius an der Südwand schuf der Bildhauer <a href="Josef_Klemens_Witwer" title="Josef Klemens Witwer">Josef Klemens Witwer</a>. Das ehemalige Hochaltarbild Mauritius malte der Maler Josef Bucher.
</p><p>Die Seitenaltäre sind aus 1770/1771. Der linke Seitenaltar trägt die Figur Madonna vom Bildhauer Albert Winkler und zeigt im Oberbild Gottvater. Der rechte Seitenaltar zeigt im Altarbild die hl. Agatha als zweite Kirchenpatronin über dem Dorf Nenzing, gemalt von Bertle und zeigt im Oberbild Antonius von Padua. Die Kanzel aus 1771 trägt die Figuren <a href="Glaube%2C_Hoffnung_und_Liebe" class="mw-redirect" title="Glaube, Hoffnung und Liebe">Glaube, Hoffnung und Liebe</a> und im Kanzelaufsatz Übergabe des Hirtenamtes durch Jesus an Petrus.
</p><p>Am Chorbogen sind Priestergrabsteine, links Rupert Stachnis 1709 und Petrus Luz 1731, rechts Franziskus Radam 1708.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Orgel">Orgel</h2></div>
<p>Der elsässer Orgelbauer <a href="Joseph_Berg%C3%B6ntzle" title="Joseph Bergöntzle">Joseph Bergöntzle</a> erbaute hier im Jahr 1814 eine Orgel, die jedoch nicht erhalten ist. Diese wurde 1912 durch die <a href="Gebr%C3%BCder_Mayer" title="Gebrüder Mayer">Orgelbaufirma Mayer</a> ersetzt oder umgebaut. Das Instrument verfügte zu diesem Zeitpunkt über 17 <a href="Register_(Orgel)" title="Register (Orgel)">Register</a>, bis die Orgelbaufirma <a href="Rieger_Orgelbau" title="Rieger Orgelbau">Rieger</a> 1985 eine komplett neue Orgel mit 21 Registern auf zwei <a href="Manual_(Musik)" title="Manual (Musik)">Manualen</a> und <a href="Pedal_(Orgel)" title="Pedal (Orgel)">Pedal</a> erbaut hat<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, die bis heute im Einsatz ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Glocken">Glocken</h2></div>
<p>Im Kirchturm hängt ein vierstimmiges <a href="Glockengel%C3%A4ut" title="Glockengeläut">Glockengeläut</a> aus Stahl, das 1920 von der Gießerei Gebr. Böhler in <a href="Kapfenberg" title="Kapfenberg">Kapfenberg</a> (Steiermark) gegossen wurde. Die Glockendaten im Einzelnen:<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable" style="text-align:center">

<tbody><tr>
<th style="text-align:left">Glocke</th>
<th>1</th>
<th>2</th>
<th>3</th>
<th>4
</th></tr>
<tr>
<td style="text-align:left"><b>Gewicht</b></td>
<td>1339 kg</td>
<td>908 kg</td>
<td>670 kg</td>
<td>492 kg
</td></tr>
<tr>
<td><b>Durchmesser</b></td>
<td>1400 mm</td>
<td>1250 mm</td>
<td>1100 mm</td>
<td>970 mm
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left"><b><a href="Schlagton" title="Schlagton">Schlagton</a></b></td>
<td>as′</td>
<td>b′</td>
<td>c″</td>
<td>es″
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Friedhof">Friedhof</h2></div>
<p>Im Norden steht eine gemauerte Nischenkapelle mit einem Vorzeichen auf vier Säulen und zeigt in einer Nische ein Gemälde Rosenkranzmadonna mit Dominikus und Katharina von Siena über dem Fegefeuer aus dem 18. Jahrhundert. An der Ostmauer ist ein Gemälde Agatha aus 1715 und Maria mit Kind, Jakobus und Ursula mit Inschrift und 1775. Am Friedhof gibt es schmiedeeiserne Grabkreuze aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts.
</p><p>Das Kriegerdenkmal schuf <a href="Emil_Gehrer" title="Emil Gehrer">Emil Gehrer</a> (1966).
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Friedhof</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Kriegerdenkmal</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><i>Die Kunstdenkmäler Österreichs. <a href="Dehio_Vorarlberg_1983" title="Dehio Vorarlberg 1983">Dehio Vorarlberg 1983</a>.</i> Nenzing, Pfarrkirche hl. Mauritius, S. 320–321.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pfarrkirche_Hl._Mauritius_(Nenzing)?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Pfarrkirche Hl. Mauritius (Nenzing)</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://bda.gv.at/fileadmin/Dokumente/bda.gv.at/Publikationen/Denkmalverzeichnis/Oesterreich_PDF/Vorarlberg_2019_01.pdf">Vorarlberg – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz.</a></i> (PDF), (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://bda.gv.at/fileadmin/Dokumente/bda.gv.at/Publikationen/Denkmalverzeichnis/Oesterreich_CSV/Vorarlberg_2019.csv">CSV</a>). <a href="Bundesdenkmalamt" title="Bundesdenkmalamt">Bundesdenkmalamt</a>, Stand: 23. Jänner 2019.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.rieger-orgelbau.com/details/project/Nenzing/">Pfarrkirche Nenzing</a> auf der Internetseite der <a href="Rieger_Orgelbau" title="Rieger Orgelbau">Fa. Rieger</a>, abgerufen am 24. März 2022</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=v17nP1UGdKw">Nenzing (Vorarlberg), Geläute der Pfarrkirche zum hl. Mauritius</a> auf youtube.com</span>
</li>
</ol>
<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">47.185757</span><span class="longitude">9.704323</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:47.185757,9.704323"><span title="Breitengrad">47°&nbsp;11′&nbsp;8,7″&nbsp;<abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">9°&nbsp;42′&nbsp;15,6″&nbsp;<abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
</p></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-08-16" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Pfarrkirche_Nenzing&amp;oldid=258915961">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
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